INSEK Weißwasser
Eine gemeinsame Perspektive für die Stadt im Wandel. Integriertes Stadtentwicklungskonzept mit dem Horizont 2035.

- Ort
- Weißwasser/O.L., Sachsen
- Bearbeitung
- 2022 – März 2023
- Aufgabe
- Integriertes Stadtentwicklungskonzept / Gesamtfortschreibung INSEK 2035
- Auftraggeberin
- Große Kreisstadt Weißwasser/O.L.
- Bearbeitungsteam
- Urban Catalyst, forward Planung und Forschung und brethdelacalle Architekten
- Beschluss
- 28. März 2023 durch den Stadtrat
Weißwasser weiterdenken.
Gemeinsam mit Urban Catalyst und forward Planung und Forschung erarbeiteten wir ein integriertes Stadtentwicklungskonzept für Weißwasser. Unsere Mitarbeit erstreckte sich über etwa ein Jahr bis März 2023. Unter dem Leitmotiv „#weisswassermachen – Innovation mit Charakter“ bündelt das INSEK eine räumliche Zukunftsvision und konkrete Handlungsschwerpunkte bis 2035.
Die Glasmacherstadt steht im Zentrum des Strukturwandels in der Lausitz. Industrielles Erbe, der Ausstieg aus der Kohle, Bevölkerungsrückgang und Alterung bilden den Ausgangspunkt. Das Konzept verbindet wirtschaftliche Entwicklung mit lebenswerten Nachbarschaften, Baukultur, attraktiven Freiräumen und einer zukunftsfähigen Infrastruktur.
Planung als gemeinsamer Prozess.
Bestandsanalyse, Ziele und Leitbild sowie Maßnahmen und Projekte wurden mit der Beteiligung von Verwaltung, Stadtrat, lokalen Akteuren und Stadtgesellschaft verzahnt. Interviews, Stadtrundgänge, Fachämter- und Akteurswerkstätten, eine Online-Beteiligung und öffentliche Foren ergänzten die planerische Arbeit um Wissen aus dem Alltag. Ein öffentliches INSEK-Finale auf dem Bahnhofsvorplatz im Oktober 2022 machte die Ergebnisse diskutierbar.
Vom Leitbild zu konkreten Orten.
Sechs Handlungsfelder strukturieren die Strategie: Wirtschaft und Gewerbe; Grünflächen, Gesundheit und Sport; Wohnen, Soziales und Bildung; Mobilität, Energie und Digitalisierung; Kultur und Tourismus sowie Bürgerbeteiligung und Teilhabe. Räumliche Leitbilder und Maßnahmen verknüpfen diese Themen und machen ihre Wechselwirkungen sichtbar.
Zu den Ansätzen gehören die Weiterentwicklung industrieller Standorte wie des TELUX-Areals, vielfältige Wohnangebote, ein zukunftsfähiger Umgang mit Plattenbauten und die Stärkung öffentlicher Räume. Der Bahnhof wird als möglicher Ort für Beteiligungskultur betrachtet. Das INSEK bildet eine strategische Grundlage für die Stadtentwicklung und die Priorisierung künftiger Vorhaben. Der Stadtrat beschloss die Gesamtfortschreibung am 28. März 2023.












